Diagnose

Bei Verdacht auf Zöliakie sollte das Blut auf die folgenden spezifischen Zöliakie-Antikörper untersucht werden:

  • Anti-Tissue-Transglutaminase IgA und IgG
  • Anti-Endomysium IgA und IgG
  • Anti-Gliadin IgA und Anti-Gliadin IgG

Dabei gilt es, den selektiven IgA-Mangel, eine Kondition, die bei Zöliakiebetroffenen gehäuft auftritt, aktiv auszuschliessen, indem auch das Gesamt-IgA bestimmt wird.

Diese Blutuntersuchung kann beim Hausarzt veranlasst werden. Er sendet die Probe zur Auswertung an ein spezialisiertes Labor.

Ein weiterer diagnostischer Schritt ist in der Regel die Dünndarmbiopsie. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Damit im Falle von Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Geburtstag die kantonalen IV Stellen die Diagnose Zöliakie akzeptieren, wird in der Regel eine Dünndarmbiopsie vorausgesetzt. Bitten Sie Ihren Kinderarzt sich für diese Fragen mit einem spezialisierten Zentrum in Verbindung zu setzen (Kinderspitäler von Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Winterthur, Luzern usw.).

Wichtig zu wissen

Die zöliakiespezifischen Antikörper im Blut sind ernährungsabhängig. Daher sollten Sie keinesfalls probehalber eine glutenfreie Ernährung versuchen, bevor nicht alle Abklärungen getroffen sind, da dies die Diagnose erschweren oder gar verunmöglichen kann.

Schnelltests- resp. Selbsttests empfehlen wir nicht. Falsch negative Resultate sind möglich. Weiter geben diese Tests nur die Antwort Ja (positiv) oder Nein (negativ) und keine quantitative Aussage zu den verschiedenen zöliakierelevanten Antikörpern. Somit fehlen Angaben, die für die Verlaufskontrollen sehr wichtig wären.

Immupro Tests vermögen eine Zöliakie weder zu bestätigen noch auszuschliessen. Das gleiche gilt für Stuhltests, Kinesiologie, Bioresonanz, Pendeln und dergleichen.

Die IG Zöliakie nimmt Stellung zum Gluten-Schnelltest, welcher im Detailhandel erhältlich ist: Stellungnahme PDF

 

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